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Metaller-KV: PRO-GE fordert 4,5 Prozent mehr Lohn

02.10.2019

Das Verhandlungsteam der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp hat das kollektivvertragliche Forderungsprogramm für die Metallindustrie den Arbeitgebern überreicht. Die Gewerkschaften fordern Lohn- und Gehaltserhöhungen von 4,5 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 100 Euro für jeden der rund 195.000 Beschäftigten.

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Die KV-Runde wurde gleich nach der Übergabe am 23. und 24. September mit den FMTI-Verhandlungen fortgesetzt. Bisher wurde von der Arbeitgeberseite noch kein Gegenangebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen gemacht. Lediglich die für die Verhandlungen relevante Inflationsrate von 1,8 Prozent konnte außer Streit gestellt werden. Die nächsten FMTI-Verhandlungen finden am 15. (3. Runde) und 16.  Oktober (4. Runde) statt. 

Österreichs Metallindustrie sei in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich gewesen, 2018 sei ein Rekordjahr gewesen und auch im ersten Halbjahr 2019 gebe es einen klaren Aufwärtstrend. „Jetzt müssen die Arbeitnehmer mit kräftigen Lohnerhöhungen davon profitieren. Es muss rascheln“, sagen die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). Neben den Lohn- und Gehalterhöhungen sind rahmenrechtliche Forderungen auf dem gewerkschaftlichen Programm zu finden. Dabei geht es unter anderem um einen Anspruch für die Beschäftigten, sich für eine 4-Tage-Woche entscheiden zu können und um die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche durch eine verbesserte Anrechnung von Vordienstzeiten. Ebenso sollen Arbeitnehmer künftig die Möglichkeit haben, Geld- in Zeitansprüche umzuwandeln. Dies betrifft etwa Jubiläumsgelder. Für Lehrlinge soll es neben höheren Lehrlingsentschädigungen auch künftig einen Kostenersatz für notwendige Berufsschulmaterialien und Lehrmittel geben. Der neue Kollektivvertrag soll ab 1. November gelten.