Innovation

Wenn Farben das Radar stören

Autolack
07.02.2024

 
AkzoNobel bringt ein Sortiment Radar-durchlässiger Farbtonmischrezepturen mit Erstausrüster-Zulassung auf den Markt.
Mehr als 60 Prozent der Fahrzeuglacke enthalten heute Metallic-Mischfarben, die Radarsignale abschwächen oder sogar vollständig reflektieren können.
Mehr als 60 Prozent der Fahrzeuglacke enthalten heute Metallic-Mischfarben, die Radarsignale abschwächen oder sogar vollständig reflektieren können.

Eine aktuelle Herausforderung für die Hersteller von Lacken, Farben und Beschichtungen besteht im Entwickeln von Mischrezepturen, die für Radarsignale unsichtbar sind. Der Hintergrund: Mehr als 60 Prozent der Fahrzeuglacke enthalten heute Metallic-Mischfarben, die Radarsignale abschwächen oder sogar vollständig reflektieren können. Unifarbtöne, Glimmer- und Metallic-Lacke können daher dazu führen, dass ein mit ADAS-Sensoren ausgestattetes Fahrzeug potenzielle Gefahren in seinem Umfeld nicht mehr erkennen kann.

Farben ohne Risiko

AkzoNobel entwickelte und testete neue Farbtonmischrezepturen daher in enger Zusammenarbeit mit Erstausrüstern, um die strengen Spezifikationen und Anwendungsrichtlinien der Hersteller einzuhalten. Lackierfachbetrieben, die Reparaturen an Fahrzeugen mit Assistenzsystemen (ADAS) durchführen, stehen nun über 200 radartransparente Farbtonmischrezepturen der AkzoNobel-Marken Sikkens und Lesonal mit Erstausrüster-Zulassung zur Verfügung. Die Farbtonmischrezepturen werden dem weltweiten Netzwerk von Fahrzeugreparaturbetrieben über die Cloud-Anwendung MIXITTM von AkzoNobel zum Farbtonabruf zugänglich gemacht, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Täglich werden neue Mischrezepturen entwickelt, getestet und deren Details sowie Spezifikationen in Echtzeit über die MIXIT-Plattform aktualisiert. Zeitgleich mit der Markteinführung hat AkzoNobel ein umfassendes Online-Schulungspaket mit E-Learning-Modulen in mehreren Sprachen auf den Markt gebracht, das allgemeine Informationen zur Radar- und Sensortechnologie enthält und Lackierfachbetriebe durch den künftigen Reparaturprozess führt.